Wenn Lisa Simpson geht

Essayistik. In seinem Essay-Band "Schreibkräfte" schreibt Franz Schuh über Literatur, Glück und Unglück. Im Gespräch mit dem "Falter" spricht er darüber hinaus auch noch über die hohe Intelligenz von "Big Brother", über den Zusammenhang von Liebe und Kritik und darüber, was man von Lisa Simpson lernen kann.

Extra | Klaus Nüchtern und Armin Thurnher | aus FALTER 42/00 vom 18.10.2000

Rechtzeitig vor Erscheinen seines Buches "Schreibkräfte" wurde Franz Schuh mit dem von Robert Menasse ins Leben gerufenen Jean-Amery-Preis ausgezeichnet, der dieses Jahr zum ersten Mal vergeben wurde (Jurymitglieder: Heinz Ludwig Arnold, Peter Demetz, Irene Heidelberger-Leonard, Ruth Klüger und Sigrid Löffler). Also konnte man auf die Rückseite des Covers (das diesmal mit einem etwas willkürlichen und bemüht skurrilen Sujet unter das gewohnt hohe Niveau des DuMont-Verlages rutschte) noch die Jury-Begründung zitieren, die Schuhs "Verführung zur Wolllust der Nachdenklichkeit" pries. Stimmt ja auch. Schuhs Auseinandersetzung mit den destruktiven anthropologischen Wurzeln der Kritik, denen sich der umfängliche Eingangs-Essay "All you need is love. Notizen und Exzerpte zur (Literatur-)Kritik" widmet, seine Würdigung der Literatur von Konrad Bayer und Paulus Hochgatterer und - als immer wiederkehrendes Leitmotiv - die Beschäftigung mit dem Werk Canettis, gehören zum Besten und Kurzweiligsten,


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