Deutschland, Deutschland über alles?

Länderkunde. Wie typisch sind die Deutschen? Wie ist Deutschland? Und wie isst das Land? Drei Neuerscheinungen setzen sich mit der Situation der Bundesrepublik zehn Jahre nach der Wiedervereinigung auseinander - und sollten auch in Österreich gelesen werden.

Extra | Carsten Fastner | aus FALTER 42/00 vom 18.10.2000

Ätsch! Während der so genannten Sanktionen der 14 EU-Staaten gegen die blau-schwarze Bundesregierung konnte man immer wieder von Österreichern hören und lesen, die sich im Ausland verleugneten - indem sie sich ausgerechnet als Deutsche ausgaben. Ein bisschen Genugtuung, vielleicht auch ein klein wenig sanfte Häme über diese Verrenkung des österreichischen Patriotismus sollte man deutschen Beobachtern der skurrilen Austro-Posse schon zugestehen. Da drückt sich das Land bis heute (wie Außenministerin Ferrero-Waldner erst unlängst wieder auf der Auslandskulturtagung bewies, siehe Falter 36/00) vor der kritischen Auseinandersetzung mit Geschichte und Gegenwart, kann sich gerade deswegen lästernd und ätzend gar nicht genug von den "bösen Deutschen" abgrenzen - und dann so was.

Das Bild von Deutschland hat sich in den letzten Jahren ganz offensichtlich gewandelt - in Europa, aber auch in Deutschland selbst. Denn wenn sich sogar Österreicher lieber als Deutsche ausgeben, sind einschlägige


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige