Naturgeschichten: Goulds 7. Streich

Extra | Franz Gutsch | aus FALTER 42/00 vom 18.10.2000

Der Mann ist ein Essayautomat. "Mach eine allgemeine Aussage, und ich gebe dir sechs Kleinigkeiten, die sie verdeutlichen", meint Stephen Jay Gould, und wir glauben ihm. Neben seiner Professur und wissenschaftlichen Karriere und dem Verfassen von voluminösen Sachbüchern schreibt der Zoologe und Geologe Gould seit 1974 für die Zeitschrift Natural History Essays.

Ihre grundsätzliche Ausrichtung ist von Anfang an dieselbe: Die großen Themen Evolution, Geschichte und Wissenschaft werden an scheinbar nebensächlichen und ungewöhnlichen Beispielen illustriert. Ob über Chaostheorie und den Film Jurassic Park oder über Edgar Allan Poe und Schnecken - Gould erweist sich als ein Meister im Auffinden von Gemeinsamkeiten. Die Natur ist für ihn voller bestaunenswerter Tatsachen - diesen mit viel Einsicht, Witz und Liebe zum Detail nachzuspüren seine eigentliche Profession.

Gemeinsam mit seinem britischen Kollegen Richard Dawkins ist Gould der Popularisierer der Biologie. Während der eine als


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