Nach Gutenberg

Bibliothekskunde. Die Wissensspeicher stehen am Beginn des 21. Jahrhunderts vor neuen Herausforderungen: Einerseits geht es um eine noch gründlichere Erfassung der Bestände, andererseits ist die tägliche Informationsflut zu bewältigen.

Extra | Hans Petschar | aus FALTER 42/00 vom 18.10.2000

Es war ein altes Projekt des Wiener Lokalschriftstellers Franz Gräffer: die Erstellung eines Verzeichnisse aller jemals in Österreich erschienenen Bücher und Zeitschriften. Diese Idee lebt nun in einer Datenbank wieder auf, die seit zehn Jahren an der Österreichischen Nationalbibliothek (NB) aufgebaut wird und nunmehr sukzessive als Druckausgabe in mehreren Reihen publiziert werden soll. Etwa 30.000 bibliographische Daten zu österreichischen Drucken des 15. bis 19. Jahrhunderts wurden bislang gesammelt - kaum die Hälfte davon ist an der NB vorhanden.

Verlust der Quellen Der nunmehr erschienene erste Band der "Österreichischen Retrospektive Bibliographie" ist der Druckmediengattung "Neue Zeitung" (1492- 1705) gewidmet. Unter diesem Terminus werden nichtperiodische Nachrichtenblätter verstanden, die Sensationsmeldungen, Nachrichten von Kriegsschauplätzen und Ähnliches zum Inhalt hatten. Die meisten Zeitungen bestanden aus einer einzigen Nachricht, die mit einem (nicht immer


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