Nach Gutenberg/Interview mit Dieter E. Zimmer: "Es müsste mehr aufbewahrt werden"

Extra | aus FALTER 42/00 vom 18.10.2000

Dieter E. Zimmer (Jg. 1934) ist ein Mann vieler Eigenschaften. Lange Jahre war er Zeit-Redakteur, außerdem ist er Übersetzer (u.a. von James Joyces "Dubliner"), Herausgeber der deutschsprachigen Gesamtausgabe von Vladimir Nabokov und vielfacher Buchautor. Außerdem betreut er für Die Zeit "Die Digitale Bibliothek", einen kommentierten Link-Katalog zu ebendieser Thematik (www.zeit.de/digbib/).

Falter: Ihr neues Buch "Die Bibliothek der Zukunft" kreist immer wieder um eine Frage: Wie soll die immer größere und kurzfristigere Masse von Informationen im Internet gesammelt und archiviert werden? Gibt es hier eine Pauschallösung?

Dieter E. Zimmer: Nein. Es gibt auch niemanden und keine Institution auf der Welt, die eine Pauschallösung ersinnen und durchsetzen könnten. Auch für die Langzeitkonservierung von Dokumenten aus vorelektronischen Zeiten hat es nie so etwas wie eine Pauschallösung gegeben, und vieles hat nicht überlebt. Trotzdem war das bisherige Archivsystem recht effizient,


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