Die Grenzen des Staates/Migrationsgeschichte: Always on the run

Extra | aus FALTER 42/00 vom 18.10.2000

Man nannte sie Golondrinas (Schwalben), und für sie war das ganze Jahr Sommer. Als Ende des 19. Jahrhunderts die Preise für eine Atlantiküberfahrt erschwinglich wurden, setzte zwischen Italien und Argentinien ein reger Pendlerverkehr ein. Zigtausende Erntearbeiter verbrachten jeweils ein halbes Jahr auf dem einen, ein halbes Jahr auf dem anderen Kontinent, Plantagensetter, wenn man so will.

Die Schlagworte "Globalisierung" und "Mobilität" zur Beschreibung unserer Gegenwart lassen nur allzu leicht vergessen, dass "Europa in Bewegung" ist, seit wir es kennen. Klaus Bade handelt - so der Untertitel - von "Migration vom späten 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart". Mit Konzepten wie Kettenwanderungen, Migrationsnetzwerken und Wanderungstraditionen macht er das Ausmaß und die Muster der Bewegungen deutlich. Stellt man sich diese als Fäden vor, so legen sie sich wie ein unentwirrbares Knäuel um den Globus.

Im 19. Jahrhundert findet nicht nur ein europäischer Massenexodus in die USA statt.

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