Die letzten Karten

Ausland. Trotz oder wegen Camp David: Die Situation im Nahen Osten sieht längst für beide Seiten unauflöslich aus.


Raimund Löw
Vorwort | aus FALTER 43/00 vom 25.10.2000

Camp David, der bahnbrechende, aber erfolglose israelisch-palästinensische Verhandlungsmarathon auf amerikanischem Boden, hat keine gute Presse dieser Tage. Kritiker in Tel Aviv und Gaza, Jerusalem und Kairo sehen in der diplomatischen Gewaltanstrengung des vergangenen Sommers unisono eine Wurzel der gegenwärtigen Sackgasse im Nahen Osten.

Der israelische Ministerpräsident Ehud Barak sei es gewesen, der ohne Not die Jerusalemfrage zum Eckpunkt eines großen israelisch-palästinensischen Friedensvertrages gemacht habe. Dabei habe am Tempelberg, dem islamischen Haram al Scharif, der Status quo der islamischen Verwaltung bei israelischer Souveränität jahrelang funktioniert. Nur wenn sich die israelische Innenpolitik mit demonstrativen Gesten - wie Sharons verhängnisvollem Besuch - des Themas bemächtige, komme es zwangsläufig zu Zwischenfällen. Anstatt das heikle Thema späteren Generationen zu überlassen und einen praktikablen territorialen Kompromiss mit den Palästinensern anzupeilen,

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