Anleitung zum Unklagbarsein

Jörg Haider. Nach "Haiders Kampf" und "Haiders Clan" bringt Hans-Henning Scharsach nun sein drittes Buch über den Kärntner Landeshauptmann heraus. Der Autor über die Serienklagen der FPÖ, die Versäumnisse der Staatsanwälte und seine Sorgen um den Koautor.

Politik | Eva Weissenberger und Nina Weissensteiner | aus FALTER 43/00 vom 25.10.2000

Neben seinem Stressjob als Außenpolitik-Chef von News nimmt sich Hans-Henning Scharsach jeden Abend noch Zeit, die Tageszeitungen und Magazine zu durchforsten, um daraus die Berichte über Jörg Haider und die FPÖ herauszuschnipseln. Dann ordnet er mit seiner Frau das Material in das nach geschichtlichen Themen angelegte Archiv. Scharsach ist genau geworden. Seine Arbeiten trugen ihm bis jetzt "acht oder neun" Klagen ein. Nicht zuletzt durch sein penibles Quellen-System hat er aber alle gewonnen, sagt er. Auch sein neues Buch werden Haiders Anwälte wieder genau studieren: Darin schreibt Scharsach, dass sich bei dem einfachen Parteimitglied "alle Merkmale finden, die sich in der wissenschaftlichen Literatur zur Beschreibung rechtsextremer Ideologien finden", seine Politik "wesentliche Kriterien erfüllt, die Bestandteil neonazistischer und faschistischer Politik" seien.

Falter: Herr Scharsach, mit wie vielen Klagen rechnen Sie diesmal?

Hans-Henning Scharsach: Wenn die FPÖ vernünftig ist,


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