Peters Vierte Republik

Politisches Buch. In seinem neuen Buch legt der Grüne Peter Pilz seine Sicht der österreichischen Vergangenheit dar, beschreibt die Veränderungen nach der Wende und wünscht sich eine rot-grüne Koalition.

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 43/00 vom 25.10.2000

Wenn ich an Kapfenberg denke ...", so beginnt Peter Pilz sein neues Buch und bringt den Leser schon auf der ersten Seite in Versuchung, dasselbe gleich wieder wegzulegen. Denn wer - außer vielleicht die Kapfenberger, zu denen auch Pilz zählt - denkt schon gerne an Kapfenberg? Weiterlesen zahlt sich aber aus. Denn kaum drehen sich die Gedanken des grünen Abgeordneten nicht mehr um seine Heimatstadt, wird es auch schon spannender.

Pilz beschreibt, geschmückt mit einer Vielzahl an Anekdoten aus Parlament und Gemeinderat, aus seiner Sicht die Zweite Republik als eine "Insel der Harmoniesüchtigen". Geschildert wird eine Republik des Proporzes und der Freunderlwirtschaft, ausgerüstet mit einem unkontrollierbaren Beamtentum und einer Justiz, die scharf gegenüber Bürgern und Opposition auftritt, Proporzpolitikern und Ministern jedoch freundlich gesinnt ist. Das Parlament sei voll von "Abgeordneten, die für die Ausübung ihres Mandats nur ihren Hintern zum Sitzen und ihren rechten Arm zum


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