Wien Moderner

Musik. Das größte Neue-Musik-Festival des Landes ist heuer so spannend und stringent wie schon lange nicht mehr: Berno Polzer und Thomas Schäfer, die neuen Dramaturgen von Wien Modern, wollen aus dem sperrigen Marathon der Moderne eine agile Werkschau zur Musik unserer Zeit machen.

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 43/00 vom 25.10.2000

Überall in Wien blickt sie einem so merkwürdig entgegen, die doppelgesichtige Frau, die derzeit von den Plakatwänden für das Neue-Musik-Festival Wien Modern wirbt: glänzenden Auges zwar, aber nicht gerade enthusiastisch - und ohne klare Botschaft. Seit dem letzten Jahr, als ausgerechnet ein lehmverschmierter Schwarzer das Generalmotto "Riten.Mythen" symbolisieren musste, hat das größte einschlägige Festival Österreichs eine neue Optik; mit der diesjährigen 13. Ausgabe folgt nun der inhaltliche Relaunch. Wichtigste Neuerung: die Abkehr von monothematischen Programmschwerpunkten. Womit wohl auch die offensichtliche Sprachlosigkeit des Werbesujets erklärt wäre.

Nach den umfassenden Komponistenporträts der Anfangszeit, Länderschwerpunkten und zuletzt Generalmottos wie "An den Rändern Europas" oder eben "Riten.Mythen" verabschiedet sich Wien Modern 2000 von derart eindeutigen (und illustrierbaren) Themenvorgaben. Stattdessen geht das Festival nun mit den drei kompakten und inhaltlich


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