Nüchtern betrachtet: Mit dem Geschmack von künstlicher Ente

Kultur | aus FALTER 43/00 vom 25.10.2000

Es ist Sonntag, kurz nach sieben. Die Hohe Warte meldet sechs Grad für Wien, die OPEC will die Fördermenge erhöhen, Paul McCartney liebt Heather Mills, und mein Nachbar vis-a-vis schaut ausnahmsweise nicht dasselbe Programm. Vermutlich kann er schlafen. Vermutlich ist es auch der falsche Zeitpunkt, um an Fertiggerichte zu denken, aber ich denke immer an Fertiggerichte. Die Milch ist aus, also werde ich demnächst zum Westbahnhof fahren, aber vielleicht sollte ich warten, bis die anderen Geschäfte offen haben, damit ich auch noch Disketten und Grünteelimonade kaufen kann. Warum gibt es kein Milchteepulver im Schraubglas? Vermutlich wäre es nicht gut. Manche Leserinnen unterstellen mir ein gestörtes Verhältnis zu Schraubglasfertiggerichten. Sie haben aber Unrecht. Koberg, den ich mit indischer Schraubglasgewürzpaste zu betören wusste, und sein Freund, König Kenzo, meinten unlängst, ich müsste eigentlich die große goldene Nadel der Handelskammer bekommen, weil ich jedwedem Konsum


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