Freude im Modezirkus/Modeprofessor Raf Simons: "Mode ist ein sozialer Prozess"

Stadtleben | aus FALTER 43/00 vom 25.10.2000

Seit kurzem ist der Designer Raf Simons Gastprofessor der Meisterklasse Mode an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Der 32-jährige Belgier war ursprünglich Industriedesigner, nach einem Praktikum bei Walter van Beirendonck wurde ihm klar, dass sein Gebiet die Mode ist. Ohne die berühmte Modeschule in Antwerpen besucht zu haben - aber mit viel Support von dort -, erarbeitete Raf Simons 1995 seine erste Herrenkollektion und gehört heute zu jenen 20 Designern, die Belgien zu einem der innovativsten und wichtigsten Modeländer Europas machen. Der Falter sprach mit dem Designer, der sich nicht fotografieren lässt, weil ihm seine Mode wichtiger ist als sein Gesicht.

Falter: Herr Simons, ist Wien eine modische Stadt?

Raf Simons: Auf gewisse Art schon. Und damit meine ich nicht die Träger von Gucci oder Prada. Ich habe die Menschen auf der Straße beobachtet, beim Flohmarkt, in den Lokalen. Menschen aus Osteuropa oder junge Leute in Secondhandkleidung: Mir gefällt ihre Haltung,


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