Schönes Perlen-Fleisch

Neues Lokal Georg Aichmayr, sozusagen eine Ikone in Wiens Beisl- und Szene-Szene, machte beim Karmelitermarkt ein sehr gerades schräges Lokal auf.


Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 43/00 vom 25.10.2000

Im Grätzel hier wollte er immer schon einmal was machen, sagt Georg Aichmayr, aber dann hat er doch an vielen anderen Orten was gemacht: im Freihaus, in der Secession, beim Kiang, im Lux, in der Kunsthalle und vor allem im Trabant; überwinterte mal in Irland, mal in Australien und büßte schließlich einige Jahre seines Lebens dabei ein, den Wiener Behörden die Bewilligungen für seine dreiwöchigen "Klub Shabu"-Events in "ungenützten städtischen Räumen" abzuringen.

Das frühere China-Restaurant "Schöne Perle" war ihm vorerst gar nicht so recht aufgefallen beziehungsweise erschien ihm das als Kaffeehaus geplante, aber als solches nie in Betrieb gegangene Lokal einfach als zu hässlich. An Sprüngen in der Wand erkannte Aichmayr jedoch, dass es da noch ein Leben jenseits der Zwischendecke gab, er riss alles raus und beauftragte zwei junge Designer mit der Planung: Terrazzo-Boden, Lüftungsrohre, ein paar riesige Ufo-Lampen, eine straighte Schank und coole Tische. Die Designer wären

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