Zu viel ist nicht genug

Seinesgleichen geschieht. Die Republik in Zeiten von Isolation und Spitzelaffäre. Ein Panorama des Grauens.


Armin Thurnher
Vorwort | aus FALTER 44/00 vom 01.11.2000

Die Republik ist nicht in Gefahr. Aber es geht ihr nicht besonders gut. Das Gesicht Wolfgang Schüssels zeigt etwas weniger von jenem jungenhaften Optimismus, von dem wir erwartet hatten, er würde ihn in die Pension hinüberretten. Ein alter Freund der Volkspartei, der polnische Außenminister Bartoszewski, kritisiert Österreich, weil es die den Beitrittsländern versprochene Rolle als Türöffner in die EU nicht wahrnimmt. Grund für Bartoszewkis Enttäuschung: die Rolle der FPÖ.

Die Republik ist nicht in Gefahr. Aber es geht ihr nicht besonders gut. Die ersten Außenminister treffen ein; Joschka Fischer zeigte sich in der österreichischen Botschaft in Berlin, Mister Cook war in Wien. Es hat sie sehr gefreut, aber ihre Bemühungen waren deutlich pädagogisch geprägt. Die Österreicher nicht mehr strafen, vielmehr aufmuntern, ist die deklarierte Absicht des Westens. Die Sanktionen waren kontraproduktiv, nicht falsch, sagen sie. Und an der FPÖ streifen sie nicht an.

Die Republik ist

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