Dolm der Woche: Johannes Fischer

Politik | aus FALTER 44/00 vom 01.11.2000

Der Mann gilt als einer der besten am Küniglberg. Nicht zufällig wurde "Betrifft"- Chef Johannes Fischer schon persönlich von Haider bei einem Interview angepatzt. Gerade weil er sonst so kritisch ist, verdient er den Dolm. Vergangenen Sonntag leitete er die Diskussion zum Thema "Spitzelaffäre". Schon bei den Namensinserts wird der Zuschauer in die Irre geführt. "Andreas Mölzer, Journalist" und "Willhelm Brauneder, Verfassungsexperte" steht da. Kein Wort, dass der eine Haiders Berater ist und der andere Haiders Nationalratspräsident war. Doch schlimmer war, als Fischer eine Meldung Peter Westenthalers ohne Gegencheck und ohne journalistische Sorgfalt als "Berichtigung" eins zu eins verlas. Ein namentlich genannter Format-Journalist hätte Polizisten bestochen, um an Haider-kritische Aussagen zu gelangen. Auch wenns nicht stimmt: Irgendetwas bleibt hängen. Damit rechnet Westenthaler. Und Fischer hilft ihm dabei. In journalistischer Sorglosigkeit.


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