Monopol? Nein, danke!

Kommentar. Demnächst entscheidet ein Verfahren des Kartellgerichts über die Fusion der News- mit der profil-Gruppe.

Medien | Armin Thurnher | aus FALTER 44/00 vom 01.11.2000

Vor rund einem Monat gaben der News-Verlag und der ZVB-Verlag bekannt, die beiden Magazinverlage würden sich zusammenschließen, wobei die ZVB (trend, profil, autorevue und andere) 30 Prozent an der neuen Gruppe hält, der News-Verlag (Format, News, tv-media, e-media) 70 Prozent. Da auch die deutsche WAZ-Gruppe über den Kurier an der ZVB beteiligt ist, andererseits aber der deutsche Gruner+Jahr-Verlag 75 Prozent an der News-Gruppe besitzt, entsteht mit Krone und Kurier und den diversen zugehörigen Blättern, Druckereien, Vertriebsgesellschaften und Radios ein Konglomerat, das den österreichischen Markt in unerhörter Weise dominiert. Enstanden ist dieses Quasi-Monopol durch Übermut auf der einen Seite und Unfähigkeit auf der anderen.

Der Übermut der Brüder Fellner bestand darin, Format zu gründen und laut zu trompeten, es gebe genügend Platz für zwei Nachrichtenmagazine in Österreich. Der Übermut setzte sich fort in einer Marketingschlacht, die den journalistischen Wettbewerb


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