Den Bach hinunter

Kunst & Politik. Hat sich das Verhältnis der Kunst zur Politik seit dem 4. Februar geändert? Darf man Franz Morak zu einer Eröffnungsrede einladen? Der "Falter" bat Carl Aigner von der Kunsthalle Krems, Matthias Herrmann von der Wiener Secession und die Künstlerin Bady Minck zum Streitgespräch.

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 44/00 vom 01.11.2000

Am Anfang war die schwarz-blaue Regierungsbildung, gegen die sich - unter reger Beteiligung von Künstlerinnen und Künstlern - spontan eine breite Protestbewegung formierte. "Widerstand" war die Kunst der Stunde. Raus aus dem Atelier, donnerstags zur Demo auf die Straße - da blieb kein Künstlerauge trocken. Im Mai unterzeichneten zahlreiche Kunstinstitutionen eine Erklärung, in der es unter anderem hieß: "Wir sind nicht bereit, unsere Arbeit für nationalistische und ausgrenzende Diskurse zur Verfügung zu stellen." Unter anderem unterschrieben Matthias Herrmann als Präsident der Wiener Secession und Carl Aigner als Direktor der Kunsthalle Krems.

Wenig später lud Aigner den Staatssekretär Franz Morak ein, eine Ausstellung (Waldmüller, Schiele, Rainer) zu eröffnen. Am vorletzten Wochenende war Morak wieder in der Kunsthalle Krems und hielt die Eröffnungsrede zur Ausstellung "Milch vom ultrablauen Strom. Strategien österreichischer Künstler 1960-2000". Diese Einladung wurde von


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