Reimen gegen rechts

Film. Warren Beattys wunderbare tragikomische Polit-Farce "Bulworth" kommt doch ins österreichische Kino - für drei Tage.

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 44/00 vom 01.11.2000

Wahlkampf in Kalifornien, anno 1996. Senator Jay Bulworth von der Demokratischen Partei kämpft um seine Wiederwahl. Seit Tagen hat er weder geschlafen noch etwas gegessen, sitzt in einem Hotelzimmer und zappt durch verschiedene Fernsehprogramme. Sein Werbespot läuft überall: "Wir stehen an der Schwelle eines neuen Millenniums ..."; " ... stehen an ..."; " ... der Schwelle ..." - eines physischen und psychischen Zusammenbruchs.

"The guy is nuts", bemerkt sein Wahlkampfmanager, als Bulworth bei seinen Auftritten vor einer afroamerikanischen Kirchengemeinde, einem Dinner mit einflussreichen Hollywoodleuten und einer Industriellenversammlung wenig später alle seine potenziellen Wähler und Sponsoren brüskiert. Die Filmindustrie produziere nichts als Schund; die Industrie unterstütze Kandidaten nur deshalb, weil sie das Geld über die angekauften Werbezeiten doppelt und dreifach wieder hereinbekomme; und dass sich auch die Demokraten nicht für die Schwarzen interessierten, so der Senator,


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