Himmelfahrtskommando/Im Bestattungsmuseum: "Schnitter Tod"

Stadtleben | aus FALTER 44/00 vom 01.11.2000

Den Ausdruck Pompfüneberer hört Heinz Riedel, 56, Leiter des Bestattungsmuseums in der Goldegggasse, gar nicht gern. "Gott seis geklagt, das ist ja doch ein leicht abwertender Ausdruck." Riedel, der selber 20 Jahre lang im Totenabholdienst tätig war, also als Pompfüneberer gearbeitet hat, platziert sich vor dem schwarzen Kastenwagen im Museum, der aus der Kaiserzeit stammt und noch bis nach dem Zweiten Weltkrieg im Einsatz war: Das sei ein "Fourgon" mit der Aufschrift "Entreprise des pompes funebres". "Die Hofsprache war anno dazumal Französisch, da wollten die damaligen Bestatter-Kollegen auch ein wenig vornehm sein", erklärt er. Das Volk habe dann die "Gesellschaft für die vornehme Leichenbestattung" zu diesem Unwort verballhornt.

Rund 650 Objekte sind in dem seit 1967 bestehenden Bestattungsmuseum auf 350 Quadratmetern ausgestellt. Weil es bei jeder Führung von Anfang bis Ende - von den Sargträgerkostümen, der Parte-Sammlung, den historischen Aufnahmen, den Bahrtüchern oder

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