"Erklären ist harte Arbeit"

Wissenschaftler werden immer öfter dazu aufgefordert, sich mit ihren Forschungen an die Öffentlichkeit zu wenden. Doch wie kommt man als Forscher überhaupt in die Medien? Und was ist dabei zu berücksichtigen? Heureka hat vier Wissenschaftler mit Medienerfahrung gebeten, über ihre Erfahrungen mit Journalisten und Laien Auskunft zu geben

Extra | Protokolle: Stefan Löffler | aus FALTER 45/00 vom 08.11.2000

"Fallen euch Journalisten keine anderen Wissenschaftler ein? Immer fragt ihr mich. Als die Nobelpreisträger bekannt gegeben waren, kamen wieder die Anrufe: Herr Zeilinger, was sagen Sie dazu? Das ist nicht mein Gebiet, sage ich dann meistens, rufen Sie den oder den an. So geht das, seit wir vor drei Jahren unsere Teleportation-Experimente veröffentlicht haben. Als Erste hat damals die ,Washington Post' angerufen, dann bald CNN und die BBC. Die österreichischen Medien haben erst reagiert, als sie merkten, dass im Ausland etwas läuft.

Inzwischen hatte ich über zwanzig Fernsehsender im Labor. Manche Reporter sind enttäuscht, wenn ich erkläre, das Beamen von Menschen werde Fantasie bleiben. Die wollen hören, dass dafür jetzt Hoffnung besteht. Aber da bin ich stur, etwas Falsches sage ich nicht. Worüber auch oft gestritten wird, ist die Personalisierung. Ich sage immer ,wir' und ,unser Team'. Einmal hat ein Fernsehteam eine Stunde auf mich eingeredet, ich solle doch ,ich' sagen. Angeblich


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