Ein Konzept mehr oder weniger

Was braucht es, um einen Ort für Ausstellungen und Debatten über Wissenschaft zu etablieren? Eine Sammlung? Eine Marktstudie? Ein Vermittlungskonzept? Politische Befürworter? Drei unendliche Wiener Geschichten über das Experimentarium, den Umbau des Technischen Museums und die Galerie der Forschung.

Extra | Text: Stefan Löffler | aus FALTER 45/00 vom 08.11.2000

Was anstellen mit einem verregneten Montag in Vancouver? Margit Fischers Gastgeber entschuldigten sich tausendmal. Alle Museen seien geschlossen bis auf eines. Das sei aber eher eine Art Kindermuseum - sicher nichts, was sie auf ihrer Kanada-Reise interessierte. Margit Fischer wollte es sich trotzdem ansehen.

Momente, die dem Leben eine neue Richtung geben, wirken in der Erinnerung oft ein wenig unwirklich. Margit Fischer ist später zweimal nach Vancouver, ins Science World, zurückgekehrt, aber so voller Leben, voller Freude, voller neuer Möglichkeiten, wie sie es an jenem Montag im Frühjahr 1993 vorfand, hat sie das Science Center an der kanadischen Westküste nicht mehr erlebt. Es war ein besonderer Tag, weil schulfrei war und viele Aktionen liefen. Und so kam es, dass Margit Fischer mit einer fixen Idee nach Wien zurückkehrte.

Warum es so etwas nicht in Österreich gab - das zu verstehen, hat sie sieben Jahre gekostet. Sieben Jahre, in denen sie vergeblich für ein Science Center


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