Das Ingenieurswesen

Seinesgleichen geschieht. Nach dem Wesen der FPÖ sorgt uns das Wesen des Ingenieurs, der im ORF sein Unwesen treibt.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 45/00 vom 08.11.2000

Letzten Sonntag, während der Sendung "Betrifft", erschien plötzlich das Bild des FPÖ-Klubobmanns Ing. Peter Westenthaler über den Häuptern der Diskutanten und begann zu sprechen. Schlagartig verstand man, was Realsozialismus war: Lautsprecher, die einen beschallen, ob man will oder nicht, überlebensgroße Fressen, denen man nicht entkommt. Man wusste beim ORF bereits, dass der Mann anrufen wird, also hielten dienstbare Geister sein leinwandfüllendes, schmeichelndes Farbbild bereit. So schwebte das offizielle Partei-Porträt des Ingenieurs letzten Sonntag wie ein Zeichen an der Wand über den Diskutanten der Sendung "Betrifft", und demütig lauschten diese, als der Ingenieur des Grauensseine Suada über sie entlud, sie beschimpfte und verspottete. Dankenswerterweise hatte Michael Frank, der Gast von der Süddeutschen Zeitung, die Geistesgegenwart, am Ende der Veranstaltung gegen diese Erscheinung zu protestieren.

Wie bei aller Kritik an der gegenwärtigen Regierung oder an Mitgliedern


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