Dolm der Woche: K. Schnell

Politik | aus FALTER 45/00 vom 08.11.2000

Der Salzburger FPÖ-Chef Karl Schnell nennt die Ermittlungsmethoden des Innenministeriums in der Spitzelaffäre "ärger als bei der Gestapo und im Ostblock". Das kann man ihm aber wirklich nicht vorwerfen. Woher hätte Schnell wissen sollen, was die Gestapo war? Er ist doch erst 46 Jahre alt! Und die Gymnasien weigern sich doch seit Jahrzehnten, die NS-Greuel in den Lehrplan aufzunehmen. Hier als kleine Nachhilfe ein Auszug aus dem Brockhaus: "Geheime Staatspolizei, Abkürzung Gestapo: politische Polizei im nationalsozialistischen Deutschland; konnte ,Schutzhaft' in Gefängnissen und Konzentrationslagern verhängen, foltern und liquidieren; war unter anderem auch mit ,Einsatzgruppen' an der Massenvernichtung der Juden beteiligt." So, beim nächsten Mal wissen Sie es dann. Jetzt brauchen wir eigentlich nur noch eine Ausrede für den Vergleich mit dem "Ostblock". Hm. Wie alt waren Sie, als der Eiserne Vorhang fiel? Erst Mitte 30? Na bitte!


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