Schleudertrauma

FPÖ. Spitzelaffäre, die Nachwehen der Steirer Wahl, plötzliche Ministerrücktritte und chronischer Personalmangel: Die Freiheitlichen kommen aus dem Schleudern nicht mehr raus, dafür kommt das einfache Parteimitglied wieder in Fahrt.

Politik | Eva Weissenberger und Nina Weissensteiner | aus FALTER 45/00 vom 08.11.2000

Eine Sitzung jagt die andere. Am Montag brach die Vizekanzlerin das Treffen der EU-Sportminister in Luxemburg ab, um in Wien einzufliegen. Dienstagnachmittag wurden die Parteispitzen zusammengetrommelt, das Präsidium tagte bis in die späten Abendstunden, bis nach Redaktionsschluss. Für nächste Woche wurde dann noch ein Kärntner Sonderparteitag anberaumt.

Seit Michael Schmid am Wochenende ohne Vorwarnung seinen Ministersessel räumte, kommen die Freiheitlichen aus ihren Krisensitzungen nicht mehr heraus: Für den abgedankten Infrastrukturminister wird dringend Ersatz gesucht. Die Medien outen jeden Tag neue Funktionäre, die in die Spitzelaffäre involviert sein sollen. SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer goss mit seinen Gerüchten über einen fliegenden Wechsel der ÖVP zur SPÖ noch zusätzlich Öl ins Koalitionsfeuer - und machte die Blauen noch nervöser, als sie es ohnehin schon sind.

Die Freiheitlichen schleudert es. Die Hälfte ihrer Minister mussten sie bereits austauschen. Es zeigt sich


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