"Verdunkelungsgefahr"

Die Dokumente. Akten illustrieren das Ausmaß des Spitzelskandals: Der FPÖ-Spitze drohen Haftprüfungen, Telefonüberwachungen, Kontenöffnungen und Hausdurchsuchungen. Die Akten des Wiener Landesgerichtes, der Wirtschaftspolizei und die Einvernahmeprotokolle des Josef Kleindienst erstmals im Wortlaut.

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 45/00 vom 08.11.2000

Vergangene Woche übersendete Untersuchungsrichter Stefan Erdei ein Aktenkonvolut an den WienerLandtag. Die Abgeordneten Hilmar Kabas und Michael Kreißl sollten vom Stadtparlament an die Strafjustiz ausgeliefert werden. Dem Antrag beigefügt ist ein Bericht der Wirtschaftspolizei sowie zwei Einvernahmeprotokolle des Josef Kleindienst. Sollten sich die Vorwürfe erhärten, dann illustrieren sie nicht nur einen schweren Verdacht gegen die FPÖ, sondern offenbaren auch Strukturen einer kriminellen Organisation (siehe auch Seite 8). Nicht nur Kabas und Kreißl, sondern auch Jörg Haider, sein Sprecher Karl Heinz Petritz, sein Leibwächter Horst Binder sowie die FPÖ-Granden Karl Schnell, Helene Partik-Pable und Ewald Stadler dürften in die Spitzelaffäre verwickelt sein. Vergangenen Dienstag forderte die Staatsanwaltschaft Salzburg jedenfalls auch die Auslieferung Schnells. Verdächtigt wird vor allem auch ein knappes Dutzend freiheitlicher (im Text anonymisierter) Polizeigewerkschafter,


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