The next generation

Integration. Sie sind gebildet, politisch engagiert und haben ihren Platz in der Gesellschaft gefunden: die jungen Migranten der neuen Generation. Integration ist für sie eine leere Worthülse. Ihr Leben hat nichts mit Entwurzelung und Heimatsuche zu tun. Fünf Wiener aus unterschiedlichen Herkunftsländern im Porträt.

Politik | Julia Ortner | aus FALTER 45/00 vom 08.11.2000

I haaß Kolaric, du haaßt Kolaric, warum sogns zu dir Tschusch?" Mit der legendären Kolaric-Kampagne hat die Stadt Wien in den Siebzigerjahren versucht, die Wiener an ihre Gastarbeiter zu gewöhnen. Die Gastarbeiter sind geblieben, die Stadt begann sich mit dem Begriff "Integration" zu beschäftigen. Jetzt startet eine neue, groß angelegte Integrationskampagne. Sie soll für ein besseres Zusammenleben von Wienern und Zuwanderern sorgen. Der Falter sprach mit fünf jungen Migranten, die für eine neue Generation von Zuwanderern stehen. Menschen, die ihren Platz in der österreichischen Gesellschaft gefunden haben.

Ani Gülgün-Mayr, Echo-Obfrau In der Schule war sie das einzige türkische Mädchen. Eine Exotin, die "interessant" war. Offene Fremdenfeindlichkeit ist ihr kaum entgegengeschlagen. "Aber man hat mir das Gefühl vermittelt, mich ständig beweisen zu müssen. Zu zeigen, dass ich auch zivilisiert bin." Ani Gülgün-Mayr kommt als Zweijährige von Istanbul in die Brigittenau.


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