The next generation/Integrationskampagne: Nicht polarisieren

Politik | aus FALTER 45/00 vom 08.11.2000

Kinder sind lieb. Kinder sind positiv. Echte Sympathieträger. Sie können Botschaften verkaufen. Auch die neue Integrationskampagne der Stadt Wien verwendet Kinder als Werbeträger. "Mein Papa sagt, mit einer wie dir darf ich nicht spielen", sagt da etwa ein blonder Österreicher-Bub zu einem dunkelhaarigen Mädchen. "Mit diesen Sujets wollen wir In- und Ausländer betroffen machen, um Verständnis werben", erklärt SP-Integrationsstadträtin Renate Brauner bei der Präsentation der Kampagne. 24 Millionen Schilling (für Plakate, Telefonhotline und diverse Veranstaltungen) wirft die Stadt dafür pünktlich zum Wahlkampfauftakt in die Schlacht - wobei der Kampagnenstart laut Brauner nichts mit den bevorstehenden Gemeinderatswahlen zu tun hat. "Das haben wir schon im Frühling beschlossen." Diesmal baut die Wiener SP für den erwarteten Ausländerwahlkampf vor: Mit der vorsichtigen Öffnung des Gemeindebaus für Ausländer. Und den netten Kindern auf den fünf Sujets der Kampagne. Dabei


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