Goodbye Gugging

Psychiatrie. Nach über 100-jährigem Bestehen wird die Nervenheilanstalt Gugging geschlossen. Im Zuge der Krankenanstalten-Reform sollen weitere Psychiatriebetten eingespart werden.


Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 45/00 vom 08.11.2000

Tausende Heranwachsende zwischen Weinviertel und Neusiedlersee haben "Du g'hearst nach Gugging!" irgendwann in ihrem Leben schon gehört. Damit ist es jetzt vorbei. Gugging gibt es bald nicht mehr. Und eigentlich ist das eine gute Sache. Denn durch die Schließung der Nervenklinik Gugging gibt es wieder ein "Psychiatrie-Getto" in Österreich weniger.

Mit seinen über 400 Betten ist die Anstalt im erst vor wenigen Jahren zum Wallfahrtsort erklärten Maria Gugging eine der größten in Österreich. Ihr Einzugsgebiet umfasst etwa 900.000 Einwohner von Bruck an der Leitha bis ins Burgenland. Im Sinne der Psychiatriereform sollen kleinere psychiatrische Abteilungen in Landeskrankenhäusern errichtet werden. Guggings Akut-Psychiatrie und Neurologie werden an das Landeskrankenhaus Tulln angeschlossen. Aber auch wirtschaftliche Überlegungen spielen bei der Entscheidung eine Rolle: Durch die Zusammenlegung von Tulln und Gugging sollen jährlich etwa 80 Millionen Schilling eingespart werden. "Niederösterreich

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