"Göring war witzig"

Musik. Anlässlich der Uraufführung seiner Oper "Der Aufstand der Schmetterlinge" kehrt der 1938 emigrierte Georg Kreisler wieder einmal nach Österreich zurück. Der "Falter" sprach mit ihm über seine Erfahrungen im Exil, die angeblich goldene Zeit des Kabaretts und über sein Treffen mit Marcel Prawy in Broadway.

Kultur | Christian Cargnelli und Michael Omasta | aus FALTER 45/00 vom 08.11.2000

Eigentlich, sagt Georg Kreisler, habe er ja schon immer Opern geschrieben. Denn eigentlich sei das Lied vom Taubenvergiften und wie die "Everblacks", mit denen er in den Fünfziger- und Sechzigerjahren berühmt wurde, alle heißen, ja nichts anderes als eine Oper: Man müsste lediglich das Libretto etwas verlängern, die Musik verfremden, das Ganze mit einem Vor- und Nachspiel versehen, und die Oper wäre fertig.

Eigentlich hätten wir also über etwas anderes sprechen sollen. Über "Der Aufstand der Schmetterlinge", die komische Oper, die Georg Kreisler jüngst geschrieben hat und deren Uraufführung ihn zum ersten Mal seit acht Jahren wieder nach Wien geführt hat. Ein Werk rund um die Entstehung einer Oper, gespickt mit dramatischen Eifersuchtsszenen, falschen Todesfällen, schwarzem Humor: zum Lachen und zum Weinen, im Idealfall zu beidem. So wie alles, was Georg Kreisler - 1922 als Sohn eines jüdischen Rechtsanwalts in Wien geboren und 1938 zur Emigration gezwungen, seit mehr als einem


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