Streifenweise

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 45/00 vom 08.11.2000

Kitsch, Melodram, Klamauk: Fatih Akin, deutscher Regisseur türkischer Abstammung (Jahrgang 1973), der zuletzt mit "Kurz und schmerzlos" die "Mean Streets" Scorseses nach Hamburg übersiedelt hat, schlägt in seiner neuen Arbeit vergleichsweise sanfte Töne an. "Im Juli" ist der Versuch eines deutsch-türkischen Liebesmärchens. On the road to Istanbul gedreht, erzählt der Film von Daniel, einem schüchternen Referendar für Mathematik, der sich in die hübsche Melek verschaut, dabei jedoch selbst die Blicke eines deutschen Mädels, Juli geheißen, auf sich zieht. Die Geschichte, die ganz auf ein jugendliches Publikum zugeschnitten ist, steht und fällt mit den Schauspielern, als da wären: Moritz Bleibtreu, Idil Üner, Mehmet Kurtulus und Christiane Paul, die sich in der Rolle der Juli einmal mehr als die talentiertere Franka Potente des jungen deutschen Kinos erweist.

Als Kammerspiel aus der Pariser Vorstadt, im zartrosa Licht eines Schönheitssalons, hat Tonie Marshall "Venus beaute"


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