Stadtrand: Taxi Uroasch

Stadtleben | aus FALTER 45/00 vom 08.11.2000

Neulich musste ich nachts vom Stadtrand in die Innenstadt zurück fahren. Ohne Fahrrad, Auto und Öffis, da ich radlos war, kein Auto besitze und keine Lust hatte, auf den Nachtbus zu warten. Praktisch, dass da schon ein Taxi auf mich wartete. Kein "Taxi Orange" (leider, wie sich herausstellen sollte), sondern ein ganz normales. Immerhin war auf dem klapprigen Auto eine Orange ("Taxi Uroasch"?) abgebildet und "Echte Fahrer" wurden einem versprochen. Wenn so "echte Fahrer" fahren, wie mein Chauffeur, dann will ich vielleicht doch lieber von Medientaxlern ohne Ortskenntnis kutschiert werden. Ich hatte ein "Taxi from Hell" erwischt. Kann man das nicht außen dran schreiben? Der Mann am Steuer übersah rote Ampeln, Vorfahrtschilder und Stoppstraßen. Den Gürtel nahmen wir mit Durchschnittstempo neunzig und ich war echt froh, dass ich zwar in Grinzing aber nicht volltrunken war (beim Taxler war ich mir nicht so sicher). Immerhin: Für die Strecke nach Mariahilf brauchten wir circa zehn Minuten, da rote Ampeln ignoriert wurden, gabs keine Stehzeiten und gekostet hat die Teufelsfahrt weniger als erwartet. Wieso jetzt allerdings "Taxi Orange"-Chris im Gegensatz zu seinen Kollegen aus der Hölle Fahrverbot bekommt, kann ich nicht nachvollziehen. C. W.


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