Keltisches Klappern

Tanzen. Irish Dance boomt. Der komplexe Volkstanz mit keltischen Wurzeln, bei dem der Oberkörper fast unbeweglich bleibt, während die Füße sich im Hochgeschwindigkeitstempo bewegen und steppen, ist für viele ein tolles Showerlebnis. Und immer mehr Wiener Fans machen das traditionsreiche Gehopse zum - ziemlich anstrengenden Freizeitspaß.

Stadtleben | Christopher Wurmdobler | aus FALTER 45/00 vom 08.11.2000

Gleich wirds laut", verspricht die Tänzerin, während sie ihre altertümlich anmutenden Tanzschuhe aus einem Extraköfferchen holt und hineinschlüpft. Tatsächlich können acht Frauen und ein Mann mit ihren Füßen und dem richtigen Schuhwerk ganz schön viel Lärm erzeugen. Der alte Parkettfußboden des Tanzsaals biegt sich unter den schnellen Steppschritten der "Shamrock Dance Company Vienna". Dann hat Claudia, die Solotänzerin der Truppe, ihren Einsatz, und die anderen - mittlerweile mit hochroten Köpfen und außer Atem - haben erst mal Pause. Trotz Halsschmerz und Verkühlung wirbelt die Solistin im Joggingdress zur irischen Musik durch den riesigen Raum, wirft ihre Beine in die Höhe und klappert, was das Zeug hält. Dass ein Finger eingegipst ist, macht dabei überhaupt nichts: Beim Irish Dance bleiben Arme und Oberkörper ohnehin weitgehend regungslos. Das Tanzen spielt sich unterhalb der Hüften ab. Aber da gewaltig.

Seit knapp zwei Jahren boomt der Irish Dance. Dabei geht es


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