Tier der Woche: Mäuseplage

Peter Iwaniewicz, iwaniewicz@falter.at | Stadtleben | aus FALTER 45/00 vom 08.11.2000

Gerne beantworte ich Leseranfragen. Dabei ist mir der Aspekt, Menschen bei der Entschlüsselung tierischer Alltagsmythen mittels praktischer Hinweise beizustehen, ganz besonders wichtig. Unlängst meldete sich ein Herr H. aus Kärnten. Diesem dürften Informationen darüber vorliegen, dass im Bundesministerium für Inneres Nagetiere hausen. Die Beseitigung der Tiere scheint ihm dabei ein vorrangiges Anliegen zu sein: "Die roten Mäuse werden dort so lange Kirtag haben, bis die schwarze Katze endlich aufräumt."

Auch wenn in der alpinen Heimat von Herrn H. die Rötelmaus (Clethrionomys glareolus) weit verbreitet ist, kann es sich im innerstädtischen Bereich nur um die graue Hausmaus (Mus domesticus) handeln.

Bereits seit dem Altertum fragt man sich, wie diese Nager es schaffen, überall präsent zu sein. Im alten Ägypten vermutete man, dass die Tiere während der heißen Sommermonate von der Sonne aus dem Nilschlamm geformt werden. Aristoteles hingegen meinte, dass Mäuse spontan aus schmutzigen

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