Haider in der Falle

Seinesgleichen geschieht. Haider, die Spitzel und die FPÖ: Es geht ihm schlecht. Vor Nekrologen sei trotzdem gewarnt.

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 46/00 vom 15.11.2000

Es tut mir leid, ich schaffe es nicht, mich der Selbsterfahrungsgruppe namens Österreich anzuschließen. Nicht aus Herzlosigkeit, aber was wären Trauerbezeugungen wert im Angesicht der Tatsache, dass auch Taxi Orange überschattet ist von Kaprun. Schatten über Österreich, da sagen wir alle Kolumnen ab, bis auf diese.

Ich verzichte darauf, meine Überlegungen zur Figur des Ingenieurs weiterzuführen. Der Ingenieur ist nämlich jener, so las ich kürzlich, der die Normalität der Katastrophe daran hindert, in unser Bewusstsein zu dringen. Er kann ein schlecht definiertes System zu einem wohl definierten machen, sagt der Soziologe Dirk Baecker. Wir glauben ihm gern, dass er die Sache im Griff hat, und nehmen diesen Glauben für den Normalzustand. Mehr noch: "Die Gesellschaft ist ihr eigenes Produkt ... und zu diesem Zweck stützt sie sich nicht auf die Technik wie auf ein Mittel zum Zweck, sondern ist sie Technik als eine Facette ihrer selbst."

Das würde gewiss weiterführen, vielleicht


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