Spitzelaffäre: Der nächste Verdacht

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 46/00 vom 15.11.2000

Die Namen jener FPÖ-Funktionäre, die in die Spitzelaffäre verstrickt sein sollen, purzelten die vergangenen Tage nur so durch die Gerichtsprotokolle: Haider, Kabas, Kreißl, Stadler, Böhmdorfer, Binder, Petritz, Kleindienst und Dutzende Beamte der freiheitlichen Gewerkschaft AUF stehen unter Verdacht. Bereits jetzt erwägen Fahnder in Richtung "kriminelle Organisation" zu ermitteln. VergangenenMontag lieferte der Landtag die beiden Wiener FPÖ-Granden Kabas und Kreißl an die Justiz aus.

Vielleicht könnten demnächst auch ein paar Auslieferungsanträge ans Parlament ergehen. Denn nun steht der erste blaue Parlamentarier im Visier der Fahnder. Vergangene Woche hatte der grüne Abgeordnete Peter Pilz ein Aktenkonvolut an die Sonderkommission Datenklau übergeben. Verdächtigt wird darin der freiheitliche Abgeordnete und Karl Schweitzer. Er soll streng geheime Computerdaten, die die Polizei bei einer Hausdurchsuchung sicherstellte, bei einer Parlamentsrede zitiert haben. Schweitzer, pikanterweise


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