"Üble Angelegenheit"

Spitzelaffäre. Polizeigeneral Erik Buxbaum über Datenklau, Gestapo-Methoden, rote Brüder, den ultimativen Gegenschlag der FPÖ und die kranken Gehirne der Journalisten.

Florian Klenk und Nina Weissensteiner | Politik | aus FALTER 46/00 vom 15.11.2000

Als Erik Buxbaum vergangene Woche in seinem Hotelzimmer im sonnigen Marokko den Fernseher aufdrehte, da wurde ihm sein Urlaub gehörig vermasselt. Von "Gestapo-Methoden" und "roten Brüdern" war da in den österreichischen Nachrichten die Rede. Gemeint war der Generaldirektor selbst. Die FPÖ - bedrängt durch die Ermittlungen der Justiz in der Spitzelaffäre - hatte sich auf den mächtigsten Beamten im Innenministerium eingeschossen. Denn der eigentlich verantwortliche Ermittler, Justizminister Dieter Böhmdorfer, durfte aus Parteiräson - zumindest öffentlich - nicht bedrängt werden, die Ermittlungen einzustellen.

Buxbaum, noch vom roten Innenminister Karl Schlögl vom Polizeichef zum Generaldirektor befördert, ist daher ein willkommenes Ziel der blauen Verdächtigten. Zufall? Die Angriffe gegen den obersten polizeilichen Ermittler begannen zufällig genau zu jenem Zeitpunkt, als die Wirtschaftspolizei Jörg Haider erste Sachbeweise auf den Tisch legte und Haftbefehle gegen Kabas und

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