Schau in die "Krone"!

Spitzelaffäre. Ein Prozess am Wiener Landesgericht könnte der Spitzel-Sonderkommission wertvolle Einblicke in den Dunstkreis von AUF, Kleindienst, "Krone" und Wiener Polizei bieten.

Politik | Florian Klenk | aus FALTER 46/00 vom 15.11.2000

Es ist eine kleine, aber nicht unbedeutende Nebenfront, die vergangenen Dienstag am Straflandesgericht eröffnet wurde. Da startete ein Ehrenbeleidigungsprozess, der auch der SOKO-Datenklau Einblicke in das Geflecht von Krone, AUF und Wiener Polizei geben könnte. Erstmals wehrt sich ein Polizeiopfer, der Betriebswirt Camillus K., gegen den Missbrauch seiner geheimen Daten durch die Krone. Der "höchstpersönliche Lebensbereich" sei "in der Öffentlichkeit bloßgestellt worden", so K.s Klagsschrift, formuliert durch seinen Anwalt Andreas Löw. Polizisten um Josef Kleindienst, so K., hätten nämlich geheime Akten mehrmals in die Kronen Zeitung getragen, damit diese ihn öffentlich an den Pranger stelle.

Die Polizei war nämlich böse auf Camillus K. Er hatte sie in Falter und ORF "mit unglaublichen Anschuldigungen" (Polizeipräsidium) konfrontiert. Zu Recht: Ende 1998 wurden zwei Beamte zu zwei Monaten bedingt verurteilt, weil sie K. verprügelt und als "Nigger" beschimpft hatten.Der Richter


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