"Ich bekomme kein Geld"/Konferenzkritik: Gebildete Widersprüche

Politik | aus FALTER 46/00 vom 15.11.2000

Welche Herausforderung es ist, den linken Widerstand gegen die Übel der Welt zu organisieren, das war am vergangenen Wochenende in Wien zu erleben. Die Demokratische Offensive, rührige Organisationsplattform der zivilgesellschaftlichen Regierungsgegner, hatte unter dem doppeldeutigen Motto "Opposition bilden" zu einer Konferenz geladen. Diskutiert wurde in mehr als zehn Arbeitsgruppen unter anderem über linke Hegemonie, Frauenpolitik, Migration, Kulturarbeit, Zivilgesellschaft oder linken Patriotismus. Dafür - und zur Vernetzung des Widerstands - waren aus Frankreich Vertreter der Bewegung "Raisons d'agir" angereist, einer rund um Pierre Bourdieu entstandenen Gruppe von Forschern und Aktivisten, die sich den Kampf gegen den Neoliberalismus auf die Fahnen geschrieben haben.

Man wollte gemeinsam zur Bildung der Opposition beitragen - was sich indes vor allem herausbildete, waren Differenzen und Partikularismen. Der Hauptwiderspruch bestand darin, dass man sich seitens der Demokratischen

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