Learning from Las Vegas

Stadtplanung. "Die Zukunft der Städte" war nicht nur der Titel eines Symposiums, das letzte Woche in Wien stattfand, auch eine Neuerscheinung befasst sich mit diesem Thema.

Kultur | Christoph Laimer und Erik Meinharter | aus FALTER 46/00 vom 15.11.2000

Die Erkenntnis, dass die gebaute Umwelt nicht der einzige bestimmende Faktor einer Stadtgesellschaft ist, scheint sich erst langsam in der Architektur durchzusetzen. Im Sinne einer vielfältigen und durchmischten Stadt suchen einige Stadtplaner Zonierungen zu vermeiden, was freilich nicht notwendig den Abschied von den alten dirigistischen Planungsstrategien bedeutet. Man kann dies zum Beispiel dadurch erreichen, indem man etwa ganze Stadtteile gemischt für Gewerbe und Wohnbau widmet - so wie es Andreas Feldtkeller beim letztwöchigen Symposium "Die Zukunft der Städte" im Radiokulturhausanhand seines Projekts "Stadt der kurzen Wege" für Tübingen demonstrierte. Oder man bietet neue Raumbilder an, wie das Zaha Hadid tut, deren Projekte als Skulpturen der Flexibilität gesehen werden können.

Der Versuch, Räume zu schaffen, die für verschiedenste Aneignungen offen sind, ist zwar nicht neu, aber offenbar immer noch eine Herausforderung. Konsumistische und kitschige Inszenierungen wie die


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige