Schöner Inserieren

Architektur. Beim Wiener Architekturkongress wurde heuer die Krise der Architekturzeitschriften thematisiert. Für Publikationen, die weder reines Branchenblatt noch Lifestyle-Magazin sein wollen, wird es eng.


Matthias Dusini

Kultur | aus FALTER 46/00 vom 15.11.2000

Ein Besuch im Bahnhofskiosk macht das Missverhältnis deutlich: Die Regale mit Titeln zum Thema Wohnen und Lifestyle biegen sich unter der Last des Angebots; Zeitschriften wie Bauwelt oder Architektur aktuell muss man hingegen mit der Lupe suchen. Stein und Mörtel in Bild und Text umzusetzen, ist nicht nur ein Vermittlungsproblem der dafür zuständigen Redaktionen; auch die Architektinnen und Architekten müssen sich auf die geänderten Produktionsbedingungen der Zunft einstellen - manche sind bereits zu agilen Selbstpromotern geworden, um ihre Gestaltungsvorschläge werbewirksam unter potenzielle Auftraggeber zu bringen.

In den Großbüros von Charles Chenkes oder Rem Kolhaas verfassen Schreiber Jubeltexte über den Meister, minutiös werden Pressekampagnen geplant. "Je prominenter ein Bau abgedruckt wird, umso häufiger wird er in Folge nachgedruckt", sagt der Architekturjournalist Christian Tröster vom populären Magazin Häuser (Auflage 45.000 Stück) und ergänzt: "Wenn wir Umfragen

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