Ein Studio für mich allein

Musik. Andrew Weatherall verzichtete auf Ruhm und Reichtum, um mit den Two Lone Swordsmen seinen musikalischen Vorstellungen treu zu bleiben.

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 46/00 vom 15.11.2000

Man kann mich wohl als einen Musiker beschreiben, der immer hinter den Erwartungen zurückbleibt. Ich wandle auf dem schmalen Pfad zwischen ,Eierkopf' und ,bedeutender Amateur'." Der Londoner Andrew Weatherall war schon immer eine Figur voller Widersprüche. Nach Anfängen in der Acid-House-Szene der späten Achtziger entwickelte er sich schnell zu einem gefragten DJ und Produzenten von Party-Tracks für der Briten liebste Ferieninsel Ibiza. Aber selbst als solcher stieß er sein Publikum mit Vorbedacht vor den Kopf und experimentierte lieber mit verrückten Sounds, als für vorschriftsgemäße Party-Stimmung zu sorgen.

Berühmtheit erlangte Weatherall durch seine Produzentenarbeit für die Indie-Rocker Primal Scream, die er auf den elektronischen Trip brachte: Die Platte "Screamadelica" verbindet Gitarren- und Techno-Kultur und gilt als Meisterwerk der Neunzigerjahre. Weatherall hätte in der Folge noch sehr viel erfolgreicher werden können - eine Art Fatboy Slim mit anderen Mitteln. Stattdessen


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