Aufgeblättert

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 46/00 vom 15.11.2000

Er war einer der produktivsten und schillerndsten Schriftsteller dieses Jahrhunderts: Er schrieb Dutzende von Romanen, war fünfmal verheiratet und warf ziemlich viele Drogen ein. Gegen Ende seines Lebens wurde Philip K. Dick (1928-1982) von religiösen Visionen heimgesucht, was den Zeichner Robert Crumb zu einem Comic-Strip inspirierte - abgedruckt im Raben Nr. 59, der sich der Fantastischen Literatur im Allgemeinen und Philip K. Dick im Besonderen widmet. Von der zehnbändigen Ausgabe sämtlicher Science-Fiction-Geschichten erschienen "Das Vater-Ding" (Bd. 5) und "Der Fall Rautavaara" (Bd. 10), der letzte ausständige Band erscheint im Frühjahr 2001. Dicks Stories zeichnet eine seltsame Mischung aus Humor und Melancholie, spiritueller Suche und Fortschrittsskepsis aus ("Eine todsichere Masche" etwa ist eine ziemlich grimmige Satire auf eine automatisierte Dienstleistungsgesellschaft), und seine oft grausamen Selektionsszenarien sind stets getragen von Sympathien für die Schwachen (auch


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