Nüchtern betrachtet: Cord, Koko ond Kohl för Otto

Kultur | aus FALTER 46/00 vom 15.11.2000

Onlängst, pardon, unlängst, war mir Otto im Traum erschienen. Otto, der Ostfriese - Otto Woolkäss, wie er sich in meinem Traum nannte. "Ond", herrschte er mich an, "host do oin gotes Wochänäände värrrbrocht?!" "Otto", entgegnete ich, "du klingst ja wie eine Parodie auf die Hitler-Parodie von Walter Moers - total lächerlich!" "Woltäär Mörrss äst oin Arrschloch!!", brüllte mich Otto an, und ich erwachte - schweißgebadet, lachend und mit den allerbesten Vorsätzen. Ich betrank mich also am folgenden Freitag mit Orangenlikör und beschloss tags darauf, mir eine Cordhose zu kaufen. Die Älteren unter den Leserinnen und Lesern werden sich vielleicht daran erinnern, dass ich 1999 mit einer grauen Feincordhose von Boss grausam Schiffbruch erlitten hatte. Innert kürzester Zeit war die Bosshose dermaßen fadenscheinig geworden, dass ich sie seitdem nur mehr überkopf trage, um mir durch den Hosenboden alte Kostümfilme anzusehen (vergangenes Wochenende wurde "Ben Hur" ausgestrahlt).


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