Schöner neuer Gürtel

Stadtplanung. Am Gürtel geht etwas weiter. Langsam, aber doch. Auch wenn zwischen den neuen Szene-Lokalen noch immer leere Stadtbahnbögen gähnen. Jetzt will die Stadt nach dem Wegfall der EU-Förderungen die weitere Revitalisierung des Gürtels nicht allein finanzieren und sucht nach privaten Investoren.

Stadtleben | Julia Ortner | aus FALTER 46/00 vom 15.11.2000

Westgürtel, Stadtbahnbögen 146-150. Bis vor kurzem war hier nichts. Nichts außer Schutt, Abfall und ein paar gähnenden Löchern. Jetzt haben die ehrwürdigen Otto-Wagner-Stadtbahnbögen schicke Glasfassaden verpasst bekommen. Hinter denen spiegeln sich Hightech-Mountainbikes, flotte Renn-Outfits und alles, was der anspruchsvolle Radfahrer so braucht. Der Mountainbike-Shop ist der bislang letzte Schritt auf einem langen Weg: dem Weg des Gürtels weg von der grindigen Rotlichtmeile zurück zum Boulevard.

Jahrelang waren die Stadtbahnbögen und ihr Umfeld Objekt ambitionierter Revitalisierungsprojekte - die nie Wirklichkeit wurden. Bis zu einer Fact Finding Mission der Wiener Kommunalpolitik Anfang der Neunzigerjahre: Der damalige Planungsstadtrat Hannes Swoboda (SP) wagte sich auf der Suche nach neuen städtebaulichen Konzepten über den großen Teich, nach Los Angeles. Auf seinem Schreibtisch in Wien stapelten sich schon lange die Unterlagen zu einem echten Problemkind: dem heruntergekommenen


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