Jetzt wollefrei

Shopping. Die Tage des Handstrickpullovers aus Ecuador sind gezählt, jetzt hat "Kikimba" Wunderdinge aus dem asiatischen Raum im Angebot.

Stadtleben | Wolfgang Paterno | aus FALTER 46/00 vom 15.11.2000

Lisa Loidold, 29, sagt dann gar nichts mehr. Sie schnappt nur nach Luft, mit flackerndem Blick gibt sie zu verstehen: Wehe, sie liest wieder ein Floskelgeflecht a la "Der Ethno-Shop: alles, was das Hippie-Herz begehrt!". Aber! Dann! "Ich hasse Schubladen", meint Loidold grimmig. Gerald Rospini, 34, zweiter Geschäftsführer des "Kikimba", das sechs Jahre lang auf Wollstrickklamotten aus Ecuador, Peru und Bolivien spezialisiert war, versucht, etwas zu differenzieren: "Wir haben uns an der Wolle abgearbeitet", sagt er, "das Handstrickpublikum hat die Kleiderkästen schon voll mit unseren Pullovern und Mützen. Heute schwimmen bereits Großhändler auf der Ethno-Welle obenauf."

Rospini, der früher als Maschinenbauingenieuer gearbeitet hat, und Loidold, eine ehemalige Grafikerin, haben ihr rund 40 Quadratmeter großes Geschäft Kikimba (deutsch: "Für dich") komplett umgekrempelt, sozusagen wollefrei gemacht. Jetzt sind Wunderwerke aus Indonesien zu bestaunen. Ob die Kollektion der sehr zu


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