"Hinweis auf Sika"

Spitzelaffäre. Exinnenminister Caspar Einem packt erstmals über Spitzeltätigkeiten im Innenressort aus: "Ein hoher ÖVP-Funktionär hat versichert, dass geheime Akten von Generaldirektor Michael Sika persönlich überreicht worden sind."

Politik | Florian Klenk und Eva Weissenberger | aus FALTER 47/00 vom 22.11.2000

Es könnte sein, dass sich die Beamten der Sonderkommission Datenklau demnächst ins Innenministerium begeben werden. Dort sitzt ein hochrangiger Polizist, der nun schwer belastet wird, streng geheime Daten weitergegeben zu haben. Der Beschuldigte ist niemand Geringerer als der ehemalige Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Michael Sika. Sein Belastungszeuge niemand Geringerer als der ehemalige Innenminister Caspar Einem (SPÖ).

Erstmals schildert Einem, wie ein streng geheimer Akt an die FPÖ und an die ÖVP gewandert ist. Einem vermutet, dass das Aktenstück von Generaldirektor Michael Sika persönlich an politische Gegner verteilt worden sei. Sein Beweis: "Ein hoher ÖVP-Funktionär" (dem Falter ist der Politiker namentlich bekannt) hätte zugegeben, den Akt von Österreichs höchstem Polizisten illegal bekommen zu haben.

Einem geht aber nicht nur mit Sika, der heute als politischer Berater des ÖVP-Innenministers Ernst Strasser arbeitet, hart ins Gericht. Auch die FPÖ-Sicherheitssprecherin


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