Das "Big Brother"-Privileg

Internet-Kunst. Bei der Ausstellung "World Information Exhibition" ist ab dem 24. November im Technischen Museum ein Monat lang die Kunst der digitalen Ära zu bestaunen. Parallel dazu diskutieren Wissenschaftler aus aller Welt den "ungleichen" Datenstrom.

Markus Zwettler | Medien | aus FALTER 47/00 vom 22.11.2000

Die Economies of Scale werden dramatischer. Die wichtigsten Start-ups sind in die Großkonzerne integriert. Und diese haben mittlerweile gelernt, mit der Schärfe des Netzwerks zu agieren." Konrad Becker, Leiter der Non-Profit-Organisation Public Netbase, sieht die anfänglichen Internetträume - etwa eine groß angelegte Bildungsoffensive - längst durch negative Perspektiven überschattet: "Ursprünglich öffentliche Interessen und Ressourcen wurden durch privates Kapital korrumpiert. Die entscheidenden Zukunftsvisionen werden von einigen hundert Menschen in primär amerikanischen Unternehmen umgesetzt."

Mit der World Information Exhibition will er sich als "Intelligence Provider" gegen das Ungleichgewicht in der digitalen Welt stemmen.

Zahlreiche internationale Künstler und Wissenschaftler sind der Einladung gefolgt, um ab 24. November im Technischen Museum in Wien die Aufmerksamkeit auf den Heißhunger des Kapitals zu lenken. So etwa die deutsche Filmemacherin Hito Steyerl, die alles

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