Kommentar: Marboe: Pause von der Nachdenkpause?

Wolfgang Kralicek | Kultur | aus FALTER 47/00 vom 22.11.2000

Peter Marboe fühlt sich ungerecht behandelt. Es grämt den Kulturstadtrat, dass seine Verdienste um das Wiener Theater zu wenig gewürdigt werden. Hat er in den vergangenen vier Jahren nicht alles Menschenmögliche unternommen? Marboe wird nicht müde, seinen vierstufigen Krisenbereinigungsplan für die Wiener Theater zu preisen. Stufe eins: Entschuldung. Stufe zwei: Einführung von Drei-Jahres-Verträgen. Stufe drei: Theater-Dienstag. Stufe vier: Nestroy-Gala. Bei allen vier Stufen handelt es sich um administrative oder marketingtechnische Maßnahmen - als ginge es bloß darum, ein ohnedies erstklassiges Produkt endlich anständig zu "verkaufen". Auffällig auch, dass Marboe von einer "Krise" des Theaters bisher ausschließlich im Zusammenhang mit sinkenden Zuschauerzahlen gesprochen hat.

Nicht, dass es dem Stadtrat tatsächlich um eine Kommerzialisierung des Theaters ginge - er hat nur panische Angst davor, sich auf irgendwelche inhaltlichen Debatten einzulassen. Als Nachfolger von Ursula

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