Got a crush on the Grinch

Film. Gute und schlechte Geschmacklosigkeiten in der Vorweihnachtszeit: "The Grinch" (mit Jim Carrey) adaptiert einen amerikanischen Kinderbuchklassiker; "The Cell" treibt Serienmördergrauslichkeiten auf die Spitze; und "Le Gout des Autres" zeigt, dass auch französische Fabrikanten Geschmack entwickeln können.

Kultur | aus FALTER 47/00 vom 22.11.2000

The Grinch Der Weihnachtsfilm ist so unvermeidbar wie die zwischen Stephanitag und Silvester stattfindenden Selbstmorde mithilfe geschenkter Küchengeräte - und in der Regel ähnlich deprimierend. Die Film-Adaption der 1957 erstmals erschienenen und seitdem (in den USA) berühmten Erzählung "How the Grinch Stole Christmas" von Dr. Seuss greift das konsumkritische Motiv der wunderbaren Reime des Originals (sie werden im Film von Anthony Hopkins gesprochen) auf und versetzt das Städtchen Whoville in einen Kauf- und Dekorationsrausch, dem nur die kleine Cindy Lou Who (Taylor Momsen) mit Skepsis gegenübersteht. Sie ist es auch, die versucht, den Grinch, ein grünhaariges, misanthropisches und vor allem weihnachtophobes Wesen mit ziemlich unappetitlichen Wohn- und Essgewohnheiten, in die Gemeinschaft von Whoville zu reintegrieren - zum großen Missvergnügen des Bürgermeisters.

Das Drehbuchteam Peter Seaman und Jeffrey Price ("Who Framed Roger Rabbit?") und Regisseur Ron Howard (bislang


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