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Kunst. Der Friedrich-Kiesler-Preis für Architektur und Kunst geht heuer an die amerikanische Künstlerin und Theoretikerin Judith Barry. Es gilt, ein weitgehend unbekanntes Îuvre zu entdecken.

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 47/00 vom 22.11.2000

Vor zwei Jahren war es der Stararchitekt Frank O. Gehry, der die 750.000 Schilling abholte. In diesem Jahr wird eine amerikanische Künstlerin ausgezeichnet, die selbst in Kunstkreisen nicht allzu bekannt ist. In Kunsttheoriezeitschriften fühlt sich die in New York lebende Judith Barry eher zu Hause als in Galerien. Für sie ist die Juryentscheidung, wie sie im Interview mit dem Falter erklärt, dem ideellen Erbe Kieslers verpflichtet: "Seine Methodologie war es, Kunst, Architektur und Design zu kombinieren. Das ist heute sehr aktuell. Ich finde, dass die Auszeichnung insofern Sinn macht, als ich eine Künstlerin bin, die eine Architekturausbildung hat, und meine Arbeitsweise sich gerade mit dem Crossover beider Disziplinen beschäftigt."

Indirekt könnte man die Wahl der Preisjury (bestehend aus den Architekten Zaha Hadid, Massimiliano Fuksas und Vittorio M. Lampugnani sowie Peter Weibel und Peter Noever) auch als eine Art Selbstkritik der bauenden Zunft verstehen. Denn mit der bescheidenen


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